Loden

Traditionelles Material der Alpenländler und Jäger – Es ist der Loden Stoff, aus dem Legenden geschneidert wurden.

Loden ist der traditionelle Stoff, aus dem die Bewohner der Alpenregion seit vielen Jahrhunderten ihre Kleidung fertigen. Das Material Loden bietet einen ausgezeichneten Schutz gegen das oft rauhe Gebirgswetter, gegen Regen, Wind und Kälte. Bei Loden handelt es sich um ein Produkt aus reiner Schurwolle, die traditionell von den Schafen der Region geliefert wurde. Aufgrund der qualitativ höherer Anforderungen wird heute zusätzlich noch Wolle von neuseeländischen Schafen versponnen.

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Kurzgeschichte zu Loden

Die Bezeichnung Loden ist im zehnten Jahrhundert als lodo (gewalktes Wollgewebe) belegt, kann aber auch vom mittelhochdeutschen lodi (Mantel) oder altnordischen lodi (zottiger Mantel) stammen. Loden wird traditionell (und auch noch heute) für alle Arten von Landhausmode verwendet. Egal ob bei Trachten Mode, Dirndl (z.B. beim Oktoberfest), Trachtenjanker oder einfach passend zur Lederhose – überall wird Loden als Haupt- bzw. als ergänzender Werkstoff eingesetzt.

Loden spielte und spielt auch heute insbesondere in bayrischen und österreichischen Trachten eine wichtige Rolle. Das Interesse an Trachten erwachte in vielen Regionen im späten 19. Jahrhundert, als man sich im Zuge der Heimatbewegung und auf regionale Besonderheiten und die angebliche ländliche Romantik zurückbesann.

In Österreich, in der Steiermark setzte sich Mitte des 19. Jahrhunderts ein grauer Lodenanzug mit grünen Aufschlägen und Zierstreifen (Lampassen) durch. Er wurde aus der Kleidung der Jäger im Salzkammergut entwickelt und durch Erzherzog Johann von Österreich (1782-1859) bekanntgemacht. Das heute noch gebräuchliche Gewand wurde „Steireranzug“ genannt.

Leobner- (links) und Altsteirer-Anzug

Leobner- (links) und Altsteirer-Anzug

Der Steireranzug

Der Steireranzug fand als Freizeitkleidung der Adeligen und in Folge des gehobenen Bürgertums schnell Verbreitung. Nach dem Ersten Weltkrieg führte die Trachtenbegeisterung zur Verbreitung in ganz Österreich. Anfangs wurde er als typische Kleidung der regimetreuen Bürger getragen, verblieb aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg ein beliebtes Kleidungsstück – vor allem in konservativen Kreisen.