Tipp: Kanisfluh Wanderung von Mellau zur Kanisfluh mit Steinwild Kolonie

An einem wunderschönen Tag startete die noch nicht bekannte Wandertour. Die Kanisfluh Wanderung beginnt direkt beim Parkplatz der Mellauer Bergbahnen. Entlang der Straße gelangt man in den nahe gelegenen Wald – kurz darauf geht es rechts direkt und sehr steil hoch – zur Hofstätten Hütte.

Die Hofstätten Alpe oder Hütte – eine beeindruckende Aussicht

Die Lage der Hofstätten ist als genial zu bezeichnen – die Aussicht auch. Leider ist die Hütte in Privatbesitz und wird nicht mehr bewirtet. Neben der Hütte befindet sich ein kleiner Bach, bei dem man eine tolle Rast machen kann. Die schönen Wasserfälle laden ein zu verharren. Bei schönem Wetter kann man auch ein Bad nehmen – der Naturpool ist mehr als groß genug dazu.

Der Weg zur Kanisfluh geht gleich hinter dem Bach weiter. Bei viel Wasser gilt es bei der Überquerung aufzupassen – die Brücke ist nicht mehr vorhanden. Der Weg kennt danach allerdings auch nur eine Richtung. Sehr steil nach oben – ohne Unterbrechung. Und es zieht sich bis man das Plateau erreicht. Dafür sind danach die ersten 1000 Höhenmeter geschafft.

Auf dem Plateau entspannt sich der Weg und es geht eine ganze Weile parallel zur Kanisfluh mit geringem Anstieg weiter bis zur Weggabelung.

Bei der Gabelung läuft man entweder links hoch (wieder steil) zum Kanisfluh Gipfel oder, leichter, rechts runter zum Alpengasthof Edelweiss.

Auf zum Gipfel und Begegnung mit dem Steinbock und der Gams

Wieder geht es steil weitere 500 Höhenmeter nach oben zum Kanisfluh Gipfel. Oben angekommen gilt es schnell das DDoptics Fernglas Pirol 10×42 und das Pirschler Spektiv auszupacken und nach Steinwild (Stein Bock) und Gamswild zu schauen.
Mit ein wenig Glück kann man einige der wild lebenden Tiere erspähen und länger beobachten – eventuell auch ein Edelweiss entdecken. Bekannt ist die Kanisfluh auch wegen seltenen und besonderen Vogelarten. Gelegentlich fliegt ein Steinadler über einem hinweg.
Heute ist ein sehr guter Tag – die Ferngläser wurden nicht umsonst hochgeschleppt. Sehen Sie selbst:

Nach dieser beeindruckenden Vorstellung begann der Abstieg zum nächsten Highlight – dem Alpengasthof Edelweiss.

Neu renovierter Alpengasthof Edelweiss

Gleich vorweg – der Besuch des Alpengasthof Edelweiss in Au am Fusse der Kanisfluh ist wirklich ein MUSS.
Der Abstieg zieht sich ein bisschen, jedoch wird man beim Alpengasthof gleich mit einer sonnigen und großen Terrasse empfangen. Hinter dem Haus gibt es eine Alpenlounge mit sehr gemütlichen Couchsesseln.
Beim Alpengasthof kann man es lange aushalten und auch übernachten. Er verfügt über einige Doppelzimmer, 2 Apartments und sogar einen Wellnessbereich. Gebucht wird die Unterkunft bei Übernachtung mit Halbpension.

Der Gasthof ist außen sowie innen von den Besitzern Helga Diem und Josef Moosbrugger liebevoll hergerichtet. Man fühlt sich augenblicklich sehr wohl – auch in den Zimmern.
Zur späteren Stunde kann man es sich mit ein paar Personen auch in der Fuchsbau Bar gemütlich machen.

Die Freundlichkeit der Besitzer und aller MithelferInnen ist sogleich merkbar und außergewöhnlich. Die Qualität der Speisen und Getränke bringen den Gaumen wirklich zum Singen. Das Abendmenü überrascht, die Weine auch – man vergisst völlig, dass man sich auf einem Bergasthof auf 1500m Höhe befindet.
Am nächsten Tag wird das wunderbare Frühstück auf der Sonnenterasse bei klarer Aussicht serviert. Wie alle Abenteuer endet es danach und es wird langsam Zeit, sich wieder auf den Weg zu machen, um nach einem kurzen Aufstieg die 1000m steilen Abstieg nach Mellau zu bewältigen.

Fazit: Absolut Empfehlenswert

Diese Wanderung ist für alle Naturbegeisterten sehr empfehlenswert, die gut zu Fuß sind und eine vernünftige körperliche Grundfitness mitbringen. Mit ein bisschen Glück, kann man die Steinwildkolonie von der Nähe betrachten. Gutes Schuhwerk ist dabei selbstverständlich. Es empfiehlt sich auch, ausreichend zum Trinken mitzunehmen, eventuell auch einen Energieriegel.

TIPP: Nicht vergessen, ein gutes Fernglas wie z.B. ein DDoptics und eine gute Kamera mit ausreichend Zoom mitzunehmen. Ein Spektiv kann natürlich auch von großem Vorteil sein.

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